Nicht viel gefehlt

Album: 1968 (2011)


Gehofft und gebangt und gebetet,
Geglaubt und schon halb überzeugt.
Das Schicksal geformt und geknetet
Und doch nicht das Schicksal gebeugt.
Was hättest du darum gegeben,
Deinem Traum nur ein Stück näher zu sein.
Wie ungerecht schien dir das Leben,
Wie schadenfroh, fies und gemein.

Nicht viel gefehlt, verpasst um ein Haar,
Ganz nah dran, und doch nur beinah.
Nicht viel gefehlt – war das gut, war das schlecht?
War die Chance nur Schein oder echt?

Mal hast du zu lange gewartet
Und einmal nicht lange genug,
Mal schien dir das Spiel abgekartet
Und mal war es schlicht Selbstbetrug.
Hätt’st du doch nur mehr Mut bewiesen
Zum letzten Schritt, zum ersten Wort,
Zum Kampf gegen Drachen und Riesen,
Zum rettenden Sprung über Bord.

Nicht viel gefehlt, verpasst um ein Haar,
Ganz nah dran, und doch nur beinah.
Nicht viel gefehlt – war das gut, war das schlecht?
War die Chance nur Schein oder echt?

Was steckt hinter all diesen Türen,
Die zufallen, wenn du dich näherst,
Die deine Gedanken verführen,
Dir erzähl’n, wer du eigentlich wärst?
Wie möglich sind die Möglichkeiten,
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Sag’, glaubst du an Räume und Zeiten,
Oder glaubst du an Raum und an Zeit?

Nicht viel gefehlt, verpasst um ein Haar,
Ganz nah dran, und doch nur beinah.
Nicht viel gefehlt – war das gut, war das schlecht?
War die Chance nur Schein oder echt?

Nicht viel gefehlt, verpasst um ein Haar,
Ganz nah dran und doch nur beinah.
Nicht viel gefehlt – war das gut, war das schlecht?
Nur was war und was ist, macht dich echt.