In guter Gesellschaft

Als kleinen Vorgeschmack auf das neue Album, das mit großen Schritten auf sein Erscheinen im Mai 2019 zugeht, kann ich euch ein Lyric Video zu meinem Song „Gutmensch“ präsentieren! Welcher Tag könnte dazu besser geeignet sein als der 11. November, der Tag des Martin von Tours? Der war ja nun wirklich ein guter Mensch, ein Gutmensch par excellence. Und das nicht nur, weil er an einem kalten Wintertag am Stadttor von Amiens seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat. Er war zum Beispiel auch der erste Kriegsdienstverweigerer der Geschichte. Vermutlich musste er dafür viel Spott und Hohn einstecken, zumal er es als Offizier der römischen Armee in den Augen der Gesellschaft ja schon weit gebracht hatte. Aber so ist das nun mal bei den Gutmenschen. Sie werden gerne lächerlich gemacht. Unwort des Jahres 2015 hin oder her: Der Begriff wird immer noch als Kampfbegriff und Schimpfwort gebraucht. Besonders von rechten Bösewichten.
Ich finde es toll, dass es in unserem Land so viele Menschen gibt, die wie Sankt Martin an die Ideale von Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe glauben und danach handeln. Und damit tun sie übrigens auch sich selbst etwas Gutes. Wie heißt es so schön in der ersten Strophe des Martinsliedes: „Sankt Martin ritt mit leichtem Mut“. Was für eine schöne Formulierung, was für eine beneidenswerte Lebenshaltung! Da möchte man doch auch Gutmensch sein! Mit leichtem Mut. Und mit Martin ist man da in guter Gesellschaft.

Vielen Dank an Eric und Constantin, die enorm viel Kreativität und Zeit in die Konzeption und Realisierung des Videos gesteckt haben! Ich freue mich über das schöne Ergebnis!

Ein Lied geht aus dem Haus

Auch wenn mir meine Aachen-Hymne mit dem Gewinn des Chartbreaker-Wettbewerbs im Jahr 2006 meinen bislang größten öffentlichen Erfolg beschert hat, staune ich manchmal schon darüber, wie fest sie sich in den karnevalistischen Playlists der Aachener Region etablieren konnte. Obwohl ich das Lied selbst in all den Jahren eigentlich kaum beachtet habe, gab es immer wieder Anfragen, wo es erhältlich sei oder ob man es covern dürfe. Erst vor einem Jahr nahm der Kammerchor des Geilenkirchener Gymnasiums St. Ursula mit „Aix-la-la-Chapelle“ als einem von zwei Titeln am Schulchorwettbewerb des WDR teil und erreichte damit das Finale.
Dass das Lied ganz ohne mein Zutun seinen Weg ging, wurde mir besonders bewusst, als ich es vor einigen Jahren als „Lied über unsere Kaiserstadt Aachen“ bei YouTube entdeckte – ohne Angabe von Titel und Sänger. Und vor allem: ganz ohne Bild. Inzwischen ist diese frühe Demo-Version meines Songs fast 37.000 Mal angeklickt worden.
Den entscheidenden Schub bekam das Lied aber wohl dadurch, dass der Aachener Karnevalsprinz der Session 2017/18, Thomas III., „Aix-la-la-Chapelle“ im Kölner Studio „Tonbauhütte“ von meinem Freund Simon neu produzieren ließ, es in sein musikalisches Repertoire aufnahm und damit durch die Säle und Straßen zog. Und weil es beim Publikum bestens ankam, wurde auch ein professionelles Video dazu produziert, das auf zwei YouTube-Kanälen zu sehen ist. Allein dieses Video wurde – beide Kanäle zusammengerechnet – bereits knapp 43.000 Mal angesehen.
Aktuell sorgt die vor zwei Jahren gegründete Formation „Tästbild“ dafür, dass die Menschen der Region weiterhin zu „Aix-la-la-Chapelle“ feiern können. Das sympathische Trio hat meinen Song von dem Aachener Produzenten Jochen Baltes ein weiteres Mal neu arrangieren lassen und wird mit seiner neuen Party-Fassung in der bevorstehenden Session bei zahlreichen Auftritten für Stimmung sorgen.
Vielleicht sollte ich das Lied ja auch noch mal spielen …

Seitenwechsel

Da ist sie also, meine neue Website! Und dass mein Sohn Constantin sie für mich entworfen, gestaltet und programmiert hat, macht sie für mich natürlich sehr besonders! Manches hat sich im Vergleich zur Vorgänger-Seite geändert: die Domain, das Design, die Struktur und zum Teil auch die Inhalte. Manches ist aber auch bewusst an die alte Seite angelehnt, die mir und meiner Musik so hervorragende Dienste geleistet hat. Ein ganz herzliches Dankeschön geht daher nach Bonn an David Muschiol, der die erste Website – damals noch gemeinsam mit Felix Kett – für mich erstellt und sie dreizehn Jahre lang mit viel Liebe, Sachverstand und Kreativität gepflegt und weiterentwickelt hat. Vielen lieben Dank, David!
Bleibt mir nur zu hoffen, dass die neue Seite genauso gut aufgenommen und genutzt wird. Viel Spaß dabei! Euer Christoph