Der Teppich fliegt

Album: Schritte (2005)

„Du solltest wieder auf den Teppich kommen,
Und merken, dass das Leben schwerer wiegt.“
Ich hör‘ kaum hin und antworte benommen:
Da steh‘ ich doch. Allein, der Teppich fliegt.

Ich seh‘ noch alles – nur von weiter oben.
Die Luft ist besser, und ich atme frei.
Die Maßstäbe sind wunderbar verschoben.
Was einzig zählt, ist: Du bist auch dabei

Und zeigst mir, was ich ohne dich nicht fände,
Und hältst mich, dass ich nicht den Halt verlier‘.
Die Sterne, die ich greif’, sind deine Hände,
Die Worte, die du sagst, mein Elixier.

Die Sicht ist klar, der Himmel weit,
Das Märchen wahr, wir sind bereit.
Der Traum hat über alle Schwerkräfte gesiegt.
Die Sicht ist klar, die Hoffnung groß,
Das Märchen wahr, wir schweben los.
Der Traum hat über alle Schwerkräfte gesiegt:
Der Teppich fliegt.

Die Wolken tragen alle Nummer sieben,
Und fallen aus sich selbst und werden Licht.
Verändert sind sie sich doch treu geblieben.
So möcht‘ ich sein und schau‘ in dein Gesicht.

Da les‘ ich einen Satz in deinen Zügen:
Der ersten folgt die erste Euphorie.
Du weißt, der Wind straft alle Zweifler Lügen:
Der Teppich fliegt. Und stürzen wird er nie.

Die Sicht ist klar, der Himmel weit,
Das Märchen wahr, wir sind bereit.
Der Traum hat über alle Schwerkräfte gesiegt.
Die Sicht ist klar, die Hoffnung groß,
Das Märchen wahr, wir schweben los.
Der Traum hat über alle Schwerkräfte gesiegt:
Der Teppich fliegt.